So wie der Frühling in vollem Gange ist, begann auch Sarajewo, die Hauptstadt von Bosnien-Herzegowina, mit neuer Begrünung – früher vielleicht als die meisten europäischen Hauptstädte, aber durchaus nicht wegen des Frühlings. Die ungewöhnliche Begrünung Sarajewos ist vielmehr die Folge der Reislamisierung des Landes:
aus einem europäischen Jerusalem, das Sarajevo vor dem Bosnienkrieg noch war, wurde mittlerweile ein europäisches Teheran.
Während im übrigen Europa die grüne Farbe der Beschilderung von Autobahnen vorbehalten ist, prangen in Sarajevo Richtungsschilder, Straßentafeln und sogar Hausnummern in sattem Grün, ja sogar grünes Straßenpflaster ist zu sehen. Ganz ein Zeichen davon, dass die Stadt Sarajewo zu 98% muslimisch ist und dass die wenigen noch verbleibenden Kroaten und Serben in den nächsten Jahren wohl aussterben oder auswandern werden. Angriffe auf katholische und orthodoxe Geistliche sind heute an der Tagesordnung und katholische Nonnen können kein Brot mehr einkaufen, weil der Bäcker, natürlich ein gläubiger Muslim, sie nicht bedienen will. Die katholische Kirche des Hl. Evangelisten Lukas, die 1936 in Alipašino Polje errichtet wurde, ist in den vergangenen vier Jahren bereits zum 22. Mal überfallen worden. Orthodoxe Priester wiederum vermeiden es zur Vermeidung von Übergriffen, in ihren Kutten auszugehen, wobei sie einer Empfehlungen der serbisch-orthodoxen Kirche folgen.
Vor kurzem wurde berichtet, dass binnen einem Tag 500 Straßen- und Platzbezeichnungen in Sarajewo geändert wurden: sie alle trugen die Namen und Ehrentitel von Nicht-Moslems, die für Bosnien-Herzegowina gekämpft und einen Beitrag für das Land geleistet hatten. Doch dies ist wohl erst der Anfang des moslemisch-bosniakischen Hegemonialkampfes, der jede Erinnerung an die Anwesenheit von Nicht-Moslems (also Kroaten und Serben) in Bosnien-Herzegowina auszulöschen trachtet. Doch nicht nur das, denn darüber hinaus bedrohen heutzutage die Wahhabiten, die unter dem besonderen Schutz des religiösen Führers des Landes, Reis Ulema Mustafa Cerić, stehen, bereits alle, die nicht so denken wie sie, selbst Angehörige der moslemisch-bosniakischen Gemeinschaft.
Emir Suljagić war Unterrichtsminister im Kanton Sarajewo, bis er am 7. Februar seinen Rücktritt erklärte, nachdem er eine Morddrohung von Islamisten erhielt, die ihm ein Schreiben folgenden Inhalts und in der Beilage eine Kugel vom Kaliber 7,32 zukommen ließen:
Wer Allah und seine Religion verlässt, den wird die Hand der Gläubigen ereilen.
Solche Morddrohungen mögen in moslemischen Ländern Asiens und Afrikas üblich sein, doch dass sie jetzt auch schon in Bosnien-Herzegowina gemacht werden, ist neu. Suljagić wollte bosniakischen Kinder vor der drohenden islamischen Indoktrination in den Schulen Sarajewos befreien und das Vordringen der Wahhabiten an den Grundschulen stoppen, aber offenbar kam er mit seinen Bemühungen zu spät. Die Bürger von Sarajewo hatten sich zuvor mit Suljagić solidarisch erklärt, als dieser von Reis Cerić im vergangenen Jahr kritisiert wurde, nachdem er einen Erlass herausgab, in dem die Noten im Religionsunterricht an der Grundschule als irrelevant für die Ermittlung der Durchschnittsnoten der Schüler am Ende des Schuljahres bezeichnet wurden. Es war letztlich der Druck von Cerić’s ”Milizen”, den Wahhabiten, und die Angst um sein eigenes Leben und das seiner Familie, was Suljagić zum Rücktritt zwang und somit das Unterrichtswesen den Umtrieben von Cerić und seinen Wahhabiten endgültig preisgab.
Bosnien-Herzegowina ist offenbar unterwegs in einer gefährlichen Richtung, wobei niemand absehen kann, wie weit dies führen kann. Wir wissen jedoch mittlerweile, dass die Millionen von Dollar aus den arabischen Golfstaaten, die in Bosnien-Herzegowina unter dem Deckmantel einer “humanitären Hilfe” investiert wurden, in Wirklichkeit ganz anderen Zwecken dienen sollten. Das Geld wurde nämlich in erster Linie für die Indoktrination der am meisten getroffenen sozialen Gruppe im Lande aufgewendet: der jungen Generation. Der Prozess der Reislamisierung, der in Bosnien-Herzegowina bereits vor dem Bosnienkrieg eingesetzt hatte, zeitigt heute zusehends die gewünschten Ergebnisse, ganz offensichtlich zur vollen Zufriedenheit von Reis Cerić und seinen Wahhabiten. Ihr Ziel, die jungen moslemischen Bosniaken im islamistischen Sinne zu indoktrinieren, dürfte somit erreicht worden sein. Das Schlimme dabei ist, dass niemand dieser Tendenz mehr gegensteuern kann und will, auch nicht jene Kreise der internationalen Gemeinschaft, die für diese Entwicklung mitverantwortlich sind.























