Brandaktuelle Meldung:
S&P-Downgrade für etliche Euro-Länder steht bevor – Österreich künftig “AA+” mit negativem Ausblick
Freitag, der 13. könnte es in sich haben: Standard & Poor’s soll kurz davor stehen, Downgrades für etliche Länder der Eurozone bekannt zu geben, berichtet das “Wall Street Journal” unter Berufung auf zwei Personen, die mit der Materie vertraut sind. Laut ”Dow Jones” soll Frankreich darunter sein, laut Reuters auch die Slowakei.
Laut einer Quelle kursiere gerade eine dementsprechende S&P-Notiz unter den Regierungen, eine offizielle Verkündung stehe kurz bevor. Laut Reuters soll es kein Downgrade für Deutschland geben.
Österreichs Bonität soll auf “AA+” zurückgestuft werden, berichtet CNBC unter Berufung auf die Financial Times. Laut Reuters werde der Ausblick für Österreich auch mit “negativ” versehen sein, so die Agentur.
Laut Bloomberg-TV ist eine Stellungnahme der Ratingagentur für 21.00 Uhr (MEZ) angekündigt.
Quelle….
Laut unseren Recherchen soll das diesjährige Bilderberger-Treffen überraschend vorverlegt worden sein!
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Pleitewelle wird Europa überrollen
Die Schwierigkeiten werden immer ärger, Lösungen sind keine in Sicht
Aktien mögen zwar eine gute Anlage sein, wenn man ein Unternehmen erwirbt, das langfristig überlebt. Das ist aber nicht immer einfach, denn die bevorstehende Pleitewelle wird auch auf gesunde Unternehmen ausstrahlen und länderübergreifende Auswirkungen haben. Der Kreditversicherer Euler Hermes erwartet einen Anstieg in der Zahl der Konkurse um 12%, wobei Griechenland mit +26%, Spanien mit +20% und Italien +15% die Liste anführen. In Deutschland sollen die Pleiten minimal auf gut 30.000 zurückgehen. Ob das auch unter dem Szenario der Deutschen Bank so moderat bleibt, die eine Rezession in Deutschland erwarten, wird sich weisen.
Spanien ist es zwar gelungen, ein umfassendes Sparpaket zu schnüren, Experten befürchten aber, dass Spanien, das sich bereits in der Rezession befindet, ein Schicksal ähnlich dem Griechenlands erleidet und in einem unaufhaltsamen Abwärtsstrudel gleitet.
Italien kämpft derzeit mit dem Problem der Kapitalflucht, indem immer mehr Euros ins Ausland überwiesen werden, damit bei einem Bruch der Eurozone die Anleger nicht auf wertverminderten Nachfolgewährungen sitzen bleiben. Insbesondere die Lage der Banken ist dadurch bereits zunehmend schwierig, wie auch die Unicredit bei ihrerKapitalerhöhung feststellen musste. Branchenkenner befürchten, dass bei einigen größeren italienischen Banken umfassende Staatshilfen nötig werden. Zudem droht eine Bonitätsabstufung für Italien durch Fitch.
In Griechenland wurden nach wie vor keine Reformen durchgesetzt.Unverändert besteht ein aufgeblähter korrupter Staatsapparat, der nicht in der Lage ist, Steuern einzutreiben und Privatisierungen in die Wege zu leiten. Trotz nicht erfüllter Reformversprechen werden die Milliardenhilfen nach ein wenig Theaterdonner für die Medien weiter fließen. Griechenland droht zudem mit dem Euro-Austritt, weil es meint, am längeren Hebel zu sitzen, und will damit die Finanzhilfen erpressen. Eine Sanierung Griechenlands innerhalb des Eurosystems wird von Experten zunehmend in Zweifel gezogen. Entweder müssten Lohneinbußen im Ausmaß von 30 bis 50% durchgesetzt werden, oder Griechenland wird zu einem Dauersubventionsfall im hohen Milliardenbereich. Da ersteres nicht umsetzbar ist, ist allerdings zu befürchten, dass das Griechenlanddrama letztlich auf letzteres hinausläuft.
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