In Europa erleidet das postmoderne Märchen von der Glückseligkeit des Multikulturalismus in einem Land nach dem anderen Schiffbruch – jene Idee, dass alle Kulturen gleichwertig seien und in jedem beliebigen Land friedlich Seite an Seite koexistieren können, und dass es muslimischen Zuwanderern gestattet sein solle, ihre Kultur und Traditionen beizubehalten anstatt sich in die europäische Gesellschaft zu integrieren.
Betrachten wir im folgenden einige der im Zusammenhang mit dem Islam stehenden Kontroversen, die Europa im März 2012 erschüttert haben, jenem Monat, in dem nicht nur die tödlichen Folgen des jahrzehntelange betriebenen “politisch korrekten” Multikulturalismus klar vor Augen geführt wurden, sondern auch die derzeit in der politischen Klasse Europas herrschende moralische Verwirrung überdeutlich wurde.
In Frankreich bestätigte der 23-jährige Dschihadist Mohamed Merah, dass die Bedrohung durch einen im Lande selber gezüchteten muslimischen Terrorismus real existiert. Im Zuge seiner am 11. März begonnenen Anschlagsserie tötete der französische Staatsbürger algerischer Herkunft drei französische Fallschirmjäger, einen Rabbiner und drei jüdische Schulkinder mit Kopfschüssen aus nächster Nähe. Er filmte dabei sogar sich selber und seine Opfer, um seine Taten zu “verifizieren”. Nach einer 32-stündigen Belagerung seiner Wohnung in der südfranzösischen Stadt Toulouse starb Merah am 22. März im Kugelhagel der Polizei.
Als Reaktion darauf hatte EU-”Außenministerin” Catherine Ashton (Foto), die der britischen Labour-Partei angehört, in einem außerordentlichen Anfall von Gefühllosigkeit und Gleichgültigkeit erklärt, dass das, ”was in Toulouse passiert ist“ - nämlich die vorsätzliche Ermordung jüdischer Kinder – mit der nicht vorsätzlichen Tötung palästinensischer Kinder im Gazastreifen moralisch gleichzusetzen sei. Um die Empörung über Ashtons Entgleistung abzumindern, gaben daraufhin ihre Spin-Doktoren eine weitere erläuternde Erklärung heraus und führten sogar eine nachträgliche Änderung des offiziellen Transkripts ihrer Rede durch.
Zu Ashtons umstrittenen Kommentar kam es während einer Konferenz von pro-palästinensischen Aktivisten in Brüssel, der selbsternannten “Hauptstadt Europas”, die zugleich auch die am meisten islamisierte Stadt Europas ist. Diese Veranstaltung mit dem Titel “Palästina-Flüchtlinge und Wandel im Nahen Osten” stand unter dem Ehrenschutz Ashtons, wodurch die Welt offenbar davon überzeugt werden sollte, dass die Europäische Union ein “ehrlicher Makler” im Nahen Osten sei. Es überrascht jedenfalls nicht, dass spontaner Applaus für Ashton von der Terrorgruppe Hamas kam, welche erklärte, “dass Ashton angesichts der zionistischen Versuche, sie zu terrorisieren und unter Druck zu setzen, Dank, Anerkennung und Unterstützung gezollt werden muss.”
(Solche Geister regieren diese EUdssr!!!)
In Deutschland bezeichnete am 14. März Sigmar Gabriel, Chef der Sozialdemokratischen Partei (SPD) und möglicher Kandidat für die deutsche Kanzlerschaft, Israel als “Apartheid-Regime.” Auf seiner Facebook-Seite schrieb Gabriel: “Ich war eben in Hebron [nicht auf Einladung Israels, sondern der Palästinensischen Autonomiebehörde, welche die Kontrolle über die Stadt ausübt - Anm.d.Red.], wo Palästinenser in einem rechtsfreien Raum leben müssen. Hierbei handelt es sich um ein Apartheid-Regime, für das es keine Rechtfertigung gibt.”
Gabriels Äußerungen lösten eine scharfe Kritik der Kanzlerin Angela Merkel von der Christlich-Demokratischen Union (CDU) aus, die folgende Erklärung abgab: “Die Tatsache, dass ein deutscher Politiker im Zusammenhang mit der israelischen Gesellschaft den Begriff ‘Apartheid’ verwendet, ist beschämend. Dies ist unakzeptabel und offenbart Herrn Gabriels Unwissenheit in Fragen der Außenpolitik, vor allem wenn es um solch komplexe Themen wie den Nahost-Konflikt geht.”
Der vormalige Umweltminister Gabriel blieb jedoch uneinsichtig. Er strebt, wie danach verlautete, sogar ein Treffen mit der Hamas im Gazastreifen an, obwohl die offiziellen deutsche Politik diese Terrorgruppe nicht anerkennt. Gabriel erklärte in diesem Zusammenhang, dass er die Einbeziehung der Hamas als politischen Partner im Nahen Osten begrüße.
In Schweden ging vor kurzem der linke Bürgermeister von Malmö Ilmar Reepalu soweit, den Juden in seinem Land vorzuwerfen, dass sie mit einer Anti-Einwanderer-Partei Zusammenarbeit pflegen und dadurch gegenüber den Muslimen ”Hass verbreiten” würden.
Reepalu, der während der mehr als 15 Jahre, in denen er Bürgermeister in Malmö war, gegenüber dem wachsenden Problem des Antisemitismus in seiner Stadt die Augen stets verschlossen hatte, glaubt offensichtlich, dass die Juden selbst für den Antisemitismus verantwortlich seien, weil sie die israelische Politik im Nahen Osten unterstützen.
Muslime stellen heute bereits 20% bis 25% der rund 300.000 Menschen zählenden Gesamtbevölkerung Malmös dar; ein Großteil der in den letzten Jahren immer stärker werdenden antijüdischen Gewalttaten geht auf die entwurzelte muslimische Einwandererjugend zurück. In den letzten Monaten war die einzige Synagoge der ca. 700-köpfigen jüdischen Gemeinde Malmös das Ziel wiederholter Angriffe. Die Synagoge, gegen die schon zuvor ein Brandanschlag verübt worden war und die immer wieder das Ziel von Bombendrohungen war, wird jetzt rund um die Uhr durch Wachposten geschützt und der jüdische Kindergarten kann nur mehr durch stahlverstärkte Sicherheitstüren erreicht werden.
(mehr…)
Read Full Post »