Die Rede ist, wie so oft in letzter Zeit, von Griechenland. Börsenexperte Dirk Müller fällt ein vernichtendes Urteil – aber nicht gegenüber der sich auflehnenden griechischen Bevölkerung, sondern gegenüber den Entscheidungen der EU. “Die Maßnahmen, die dort getroffen werden, führen in die Katastrophe: Wir sehen dort Situationen, die wir sonst nur aus Afrika kennen.”
“Hungernde Kinder und Kinder, die abgegeben werden von ihren Eltern, weil man sie nicht mehr satt bekommt”, beschreibt Dirk Müller die momentane Situation in Griechenland. “Wir sprechen hier vom reichen Europa und nicht von irgendeinem Staat im Herzen Afrikas. Da muss man sich langsam schämen”, erbost sich der Börsenexperte. Die milliardenschweren Rettungspakete dienten allein der Rettung der Banken, die Lebensqualität der Menschen sei zweitrangig geworden. Was muss also passieren? Dirk Müller fordert einen “Marshall-Plan” für den desolaten griechischen Staat. Oder, was noch viel sinnvoller wäre: Griechenland muss die europäische Währung aufgeben. “So lange Griechenland eine Währung hat, die 50 Prozent über ihren eigenen Leistungsfähigkeit liegt, wird das Land auf Jahrzehnte kein Geschäftsmodell entwickeln können”, warnt Müller.
Zum Video bitte auf das Bild kicken….

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Europa befinde sich in der schwersten Finanz- und Vertrauenskrise seit 1945, sagte EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso gestern in der ZIB2. Er sei sich „noch nicht sicher, dass die Krise vorbei ist“ aber „wir sind in einer besseren Position als früher“, so Barroso, der sich gegenwärtig zu einem zweitägigen Besuch in Wien aufhält. Quelle…
Noch nicht sicher? In einer besseren Position als früher? In welcher Parallelwelt lebt bitte dieser EUdssr-Bürokrat?
Das glaubt ihm doch kein Mensch mehr – höchstens der ORF-Moderator und unsere Regierungsmitglieder!
Weitere Meldungen zum Nachdenken:
Griechisches Theater nimmt Essen als Bezahlung
In einer Erklärung des Nationaltheaters Nordgriechenlands hieß es, statt Eintrittskarten sollten die Besucher lang haltbare Nahrungsmittel mitbringen. Diese kämen über soziale Einrichtungen Waisen und allein erziehenden Müttern zugute. Die Initiative gilt für fünf Vorstellungen im März und April.
Das hochverschuldete Griechenland rutscht immer tiefer in die Rezession….
Klammes Griechenland: Griechisches Theater nimmt Essen als Bezahlung – Quelle…
In diesem Monat stimmt Österreich dem ESM-Vertrag zu
Wer in Österreich auf eine ehrliche und offene Diskussion seitens der rot-schwarzen Bundesregierung über den ESM-Vertrag wartet (an eine Volksabstimmung zu denken, wäre eine Utopie), wird leider nach wie vor enttäuscht werden. Funkstille bei Faymann und Spindelegger – obwohl noch in diesem Monat das österreichische Parlament über jenen Knebel- bzw. EU-Knechtschaftsvertrag abstimmen wird:
Den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) wolle man noch im März im Parlament beschließen, bei der Änderung der “No Bail-out”-Klausel, die eine Zweidrittelmehrheit erfordert, sei man “mit den Grünen in gutem Kontakt”. Die Genehmigung des ESM als völkerrechtlicher Vertrag erfordere “ohnedies nur eine einfache Mehrheit” im Nationalrat. Quelle….
Ein Presse-Leser bringt die Wahrheit auf den Punkt:
“Den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) wolle man noch im März im Parlament beschließen”
Ich gehe davon aus, FM Fekter weiss, dass Österreich, nachdem der ESM im Juli 2012 in Kraft tritt, niemals mehr alleine eine Erhöhung des Grundkapitals (derzeit 700 Mrd. Euro) des ESM (= Europäischer Schulden Mechanismus) verhindern kann! Es reichen 85% für einen solchen Beschluss.
Einzig Deutschland, Frankreich und Italien können aufgrund ihres Stimmenanteils eine Erhöhung des Grundkapitals des ESM verhindern.
Dann heißt es “Her mit der Marie, her mit dem Zaster!” aus Brüssel und wir haben solchen Zahlungsaufforderungen ohne Widerspruchsmöglichkeit Folge zu leisten!
“Gratuliere” unserer Regierung zur Abgabe der Finanzhoheit Österreichs an Brüssel. Die Wähler werden sich dann hoffentlich in grosser Zahl bei SPÖVP-Regierung 2013 dafür “bedanken”!
Egal ob am Arbeitsplatz, auf der Straße, im Supermarkt oder am Stammtisch, die Bürger jammern und schimpfen überall über diesen Euro-Kurs bzw. kommenden ESM-Vertrag – aber trotzdem sind ca. 50% der österreichischen Bevölkerung bereit, ihre Stimme diesen verantwortlichen Politikern zu schenken? Kein lauter Widerstand aus dem Volk, keine Demonstrationen, nichts dergleichen! Eigentlich pervers, oder nicht?
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