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Mit ‘Arabien’ getaggte Artikel

Der jüdische Exodus aus den Ländern des Nahen Ostens nach der Errichtung des Staates Israel im Jahr 1948, die Suez-Krise 1956 und der Sechs-Tage-Krieg 1967 hatten einen weitere Auswanderungswelle zur Folge: den Exodus der Christen aus dem Nahen Osten. Die Ära des Christentums im Nahen Osten, die über 2000 Jahre angedauert hatte, nähert sich nunmehr ihrem Ende zu; als einziger nahöstlicher Staat bietet heute nur mehr Israel den Christen eine Zufluchtsstätte.

Das Christentum war in Israel, dem Land der Bibel, entstanden. Von hier aus hatten die Jünger Christi das Christentum in anderen Ländern des Nahen Ostens verbreitet: Der Evangelist Markus brachte das Christentum nach Ägypten, die Apostel Thomas und Thaddäus in das Gebiet des heutigen Irak, der Apostel Paulus nach Syrien. Städte wie Damaskus, Alexandria und Antiochia waren einst Zentren des Christentums; das Zentrum des östlichen Ritus lag in Assyrien.

Die islamische Eroberung des Nahen Ostens, die kurz nach dem Tod von Mohammed einsetzte, löschte die christliche Präsenz aus und verurteilte die Christen zu einem zweitranigigen Status in der moslemischen Gesellschaft. Nach den sog. Apostasie- oder Ridda-Kriegen, die Abu Bakr, der Nachfolger Mohammeds (“Kalif”), gegen abgefallene arabischer Beduinenstämme führte, festigte er die Nachfolge (das “Kalifat”) durch einen Feldzug, in dem er Gebiete eroberte, die zuvor unter der Kontrolle des Persischen und des Byzantinischen Reiches gestanden waren.

Im Jahr 633 befahl Abu Bakr seinem Feldherrn Chalid ibn al-Walid, den Kampf gegen das Persische Reich aufzunehmen. Noch im selben Jahr fiel Mesopotamien (der heutige Irak) in die Hände der Muslime und in den Folgejahren wurde der Besitzstand noch erweitert. Nach dem Tod von Abu Bakr wandte sich sein Nachfolger, der Kalif Omar, gegen das Byzantinische Reich und eroberte nach der Schlacht am Jarmuk (636) die gesamte Levante und danach Ägypten und Nordafrika, also Gebiete mit christlicher Bevölkerungsmehrheit.

Der berüchtigte Pakt von Omar [arab. al-`Uhda al-`Umariyya, engl. Covenant of Umar], den der Kalif Omar nach der Schlacht am Jarmuk im Jahre 637 mit dem Patriarchen von Jerusalem Sophronius abschloss, nachdem ihm dieser die Schlüssel zur Stadt ohne weitere Kampfhandlungen übergeben hatte, lohnt eine nähere Betrachtung, weil er zur Grundlage des islamischen Gesetzes betreffend die Behandlung von Nicht-Muslimen in den eroberten Gebieten wurde; er enthält ein bedingtes Schutzversprechen (Dhimma), woraus sich die Bezeichnung Dhimmis (Schutzbefohlene) für die Unterworfenen ableitet.

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Der türkische Premierminister Recep Tayyip Erdogan reist derzeit  durch die arabischen Golfstaaten. In einer Rede in Kuwait skizzierte er dabei, welche Mächte seiner Meinung nach in der Zukunft „die ganze Welt gestalten” könnten: Die Türkei und die arabischen Länder, wenn sie die Kraft zu einer „Union” finden als Zentrum der muslimischen Welt.

Erdogan sprach auf einer Konferenz zu den türkisch-arabischen Beziehungen - ”die Sreitigkeiten und Differenzen des 19. und 20. Jahrhunderts zu vergessen – als die arabischen Völker sich gegen die osmanische Herrschaft erhoben – und sich auf die historischen Gemeinsamkeiten zu besinnen, die Araber und Türken verbinden.”

Diese Gemeinsamkeiten sind laut Erdogan vor allem der Islam und das gemeinsame Ringen gegen christliche Aggressoren. (!!!) „Türken und Araber haben diese Gegenden gemeinsam in der Zeit der Kreuzzüge verteidigt”, meinte er. Auch in späteren Epochen „haben wir gemeinsam gegen die Invasoren gekämpft”, behauptete er unter Verweis auf die „Invasion von Erzurum”. Damit meinte er wahrscheinlich den russisch-armenischen Einmarsch im ersten Weltkrieg in der nordöstlichen Türkei – allerdings hatte das osmanische Reich die Kämpfe mit einem Angriffskrieg gegen Russland provoziert.

Heute, so Erdogan, gelte es, die alte „1000-jährige Brüderlichkeit” zu neuem Leben zu erwecken, eine „politische, wirtschaftliche und kulturelle Union” zu werden. „Wir sind Angehörige der selben Zivilisation. Wir haben eine gemeinsame Geschichte.”

Wenn man zueinander halte und stärker zusammenarbeite, dann „hat diese Region das Potential, die ganze Welt zu gestalten”, sagte Erdogan, und schien damit eine neue Rolle türkisch-arabischer Brüderlichkeit als Zentrum und führende Kraft der muslimischen Welt zu sehen, einflußreich genug, um insbesondere den Nahen Osten umzugestalten.

„Wir betrachten den Schmerz der Völker von Irak, Aghanistan und Pakistan als unseren eigenen Schmerz”, sagte Erdogan. In allen drei Ländern sind zahlreiche Muslime in Folge amerikanischer Militärschläge gestorben. „Wenn ein Organ eines Körpers Schmerz spürt, dann spürt der ganze Körper den Schmerz. Ebenso, als die Kinder von Gaza massakriert wurden, spürten wir ihren Schmerz als ob unsere eigenen Kinder massakriert würden. Gazas Problem ist unser Problem. Jerusalems Problem ist unser Problem.”

Neben diesen Visionen einer neuen, besseren Welt, gestaltet von der neuen Solidarität zwischen Türken und Arabern, erwähnte Erdogan auch die EU: „Einerseits werden wir weiterhin Verhandlungen mit der EU führen, andererseits werden wir den Regionen nicht den Rücken kehren, mit denen wir Jahrhunderte gemeinsamer Geschichte teilen.” Erdogan betonte, niemand im Ausland solle sich einbilden, türkische Aussenpolitik beeinflussen zu können: „Wir werden von manchen Leuten kritisiert, wenn wir von Bagdad, Kabul, Gaza, Jerusalem und Palästina sprechen (…) Wir bestimmen unsere eigene Aussenpolitik. Wir machen unsere eigene aussenpolitische Agenda. Die Araber sind unsere Brüder und Schwestern.”

Erdogan ging auch auf das Thema Terror ein, nachdem kurz zuvor Christen in Ägypten und Irak von islamischen Gewalttätern massakriert worden waren. Erdogan betonte, dass es keinen islamischen Terror gebe. Wer Terror ausübe, der sei kein Muslim, denn Islam bedeute „Frieden.”  Ganzer Artikel…

 „Einerseits werden wir weiterhin Verhandlungen mit der EU führen” – um  dafür nochmals 3 Milliarden Euro EU-Gelder zu kassieren!!! Siehe…

Seit 2001 seien bereits annähernd drei Milliarden EU-Gelder nach Ankara geflossen, so CDU Generalsekretär Dobrindt. Bis 2013 sollen weitere drei Milliarden Euro hinzukommen. „Der deutsche Steuerzahler trägt die Hauptlast.

“Gegen christliche Aggressoren” – ??? Tickt da jemand komplett daneben??? (…. Schluck Magenbitter) – Tagtäglich werden unzählige Christen in der muslimischen Welt abgeschlachtet (heute wieder 5 Christen in Ägypten!) – im Kanon dazu schreiend “Allahu Akbar”!
Wie dieser Mann drauf ist, beweist er mit seiner Auslegung des Islam!

Spätestens JETZT müßte ein Aufschrei von Europa erfolgen und endlich diese Schnapsidee “Türkei-Beitritt in die EU” zu begraben!

Appropos Türkei – ein unbeliebter Türke sitzt nach wie vor in Wien!
Wir hoffen, dass Herr Erdogan trotz seiner Weltmachts- Träume nicht auf ihn vergisst:

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