
“500 Moslems hatten sich zusammengerottet und beobachteten amüsiert, wie die Extremisten Christen verfolgten und quälten.”
Gerade im April und anlässlich des Osterfestes, einem der höchsten christlichen Feiertage, nahmen die Christenverfolgungen in moslemischen Ländern extrem zu – Ausbrüche brutaler Gewalt waren ebenso zu verzeichnen wie staatliche Unterdrückungsmaßnahmen: In Nigeria hatten Dschihadisten in ihrem Bestreben, alle Spuren des Christentums zu tilgen, bei einem Bombenattentat auf eine Kirche am Ostersonntag rund 50 Gläubige getötet; in der Türkei wurde ein Pastor von Moslems nach dem Ostergottesdienst niedergeschlagen und mit dem Tode bedroht, wenn er nicht zum Islam konvertiert; und im Iran wurden just am Ostersonntag 12 Christen als “Abtrünnige” vor Gericht gestellt.
Christenverfolgungen fanden erstmals auch in Regionen statt, die man bisher nicht damit assoziiert hatte. Ebenso wie schon zuvor in Nigeria kam es jetzt auch in Timbuktu in Mali zu Übergriffen durch militante Moslems - ein christlicher Führer wurde geköpft, anderen Christen wurde das gleiche Schicksal angedroht. Auch in Mali wurde jetzt das Scharia-Recht eingeführt, Kirchen werden zerstört und Christen fliehen in Massen aus Timbuktu.
Unsere April-Übersicht über moslemische Christenverfolgungen in aller Welt ist nach Themenbereichen und Ländern eingeteilt (nicht nach Schwere der Vorfälle gewichtet, sondern in alphabetischer Reihenfolge):
Übergriffe gegen Kirchen
Aserbaidschan: In dem mehrheitlich moslemischen Staat wurde erstmals seit Einführung des neuen strengen “Religionsgesetzes” eine Kirche durch Gerichtsbeschluss aufgelöst; das Gesetz war im Jahr 2009 in Kraft getreten und verlangt von allen zuvor bereits zugelassenen religiösen Institutionen eine neuerliche Registrierung. Einer evangelische Kirche in der Hauptstadt Baku wurde am 25. April in einer 15-minütigen Gerichtsverhandlung ihre Zulassung entzogen. Die Entscheidung, die in Abwesenheit eines Vertreters der Kirche getroffen wurde, macht jede weitere Tätigkeit der Kirche illegal und strafbar.
Indonesien: Bewaffnete Männer eröffneten das Feuer auf die GKI Yasmin Kirche und richteten dort großen Schaden an. Es war der jüngste von einer Serie von Anschlägen gegen das Gebäude, das von den Behörden als Reaktion auf moslemische Forderungen bereits im Jahre 2008 ohne Rechtsgrundlage geschlossen und versiegelt worden war. Eine weitere evangelische Kirche, die auf gleiche Weise durch die Behörden versiegelt worden war – und das, obwohl alle Voraussetzungen für ihre Genehmigung vorlagen -, war Schauplatz wütender moslemischer Demonstrationen, als Kirchenmitglieder versuchten, einen Gottesdienst auf der Straße vor ihrem abgesperrten Kirchengebäude abzuhalten. Die Moslems stießen Morddrohungen aus, spielten laute Musik und fuhren mit einem Motorrad quer durch die versammelte Kirchengemeinde. Eine Kirchensprecher erklärte: “Wir müssen ständig unseren Versammlungsort wechseln, weil unsere Existenz unerwünscht zu sein scheint, und müssen uns verstecken, um intoleranten Gruppen keinen Anlass zu Angriffen zu geben … Wir hatten gedacht, dass die Polizei uns helfen würde, aber nach so vielen Angriffen auf Mitglieder unserer Gemeinde ist es uns klar, dass die Polizei auch dabei mitmacht.”
Kenia: Hier fanden zwei gesonderte Granatenangriffe auf Kirchen statt: 1) Moslems warfen Handgranaten in eine Kirchenversammlung, welche unter offenem Himmel stattfand, wobei eine Frau und ein Junge getötet und rund 50 weitere Christen verletzt wurden: die Moslems hatten sich in der Nähe der Kirchenversammlung zusammengerottet und die Christen konnten hören, wie ihre Prediger sie gegen das Christentum aufhetzten, kurz bevor der Angriff erfolgte. 2) Ein weiterer Vorfall: ein Moslem gab sich selbst während eines kirchlichen Gottesdienstes als Gläubiger aus und schleuderte während des Gottesdienstes drei Granaten unter die versammelte Glaubensgemeinde, wobei ein 27-jähriger Student getötet und 16 weitere Menschen verletzt wurden. Der Terrorist, der laut Augenzeugen somalischer Herkunft sein dürfte, “blickte finster drein und schaute immer nur auf den Boden. Von den drei Handgranaten, die er warf, explodierte nur eine. Er lief daraufhin davon und feuerte noch drei Schüsse in die Luft ab.”
Nigeria: Bei einem morgendlichen Überfall auf einen christlichen Gottesdienst kamen mindestens 16 Menschen ums Leben: bewaffnete Dschihad-Kämpfer auf Motorrädern stürmten am Sonntagmorgen die Bayero Universität in der Stadt Kano und warfen während einer katholischen Messe im Theatersaal der Universität improvisierte Sprengsätze in die Menge; danach eröffneten sie das Feuer auf die fliehenden Menschen. “Der Angriff ist der jüngste in einer Reihe von gewaltsamen Zwischenfällen gegen Christen im überwiegend moslemischen Norden des Landes.”
Sudan: Ein von Christen bewohntes Viertel in Khartum wurde von einer Schar von Moslemen angegriffen, die ”Knüppel, Eisenstangen und eine Planierraupe mit sich führten und Feuer legten”; am Tag zuvor hatte ein moslemischen Führer dazu aufgerufen, die “Kirche der Ungläubigen” zu zerstören. Mit Schreien wie “Allahu Akbar!” und “Ab heute gibt es kein Christentum und keine Kirche mehr!” stürmten die Dschihadisten eine zu einer Bibelschule gehörende Buchhandlung, verbrannten Bibeln und drohtem jedem, der sich ihnen in den Weg stellte, mit dem Tod. “Was da passierte, kann man sich gar nicht vorstellen, es war schrecklich”, sagte ein Augenzeuge. “Sie verbrannten alles Mobiliar der Schule und setzen auch die Kirche in Brand.” Wie üblich liess sich die Polizei dabei nicht blicken und tat nichts, um den Mob daran zu hindern, das ganze Viertel zu verwüsten.”
Tunesien: Die Mitglieder der christlich-orthodoxen Kirche in Tunis, eine der wenigen hier zugelassenen christlichen Kirchen, werden “schmählich behandelt” und erhalten “Drohbotschaften.” Die Kirchenangehörigen leben “unter beständiger Drohung durch Terror”, sodass der russische Botschafter in Tunis das Innenministerium ausdrücklich dazu auffordern musste, Maßnahmen zum “Schutz der Kirche” zu ergreifen. Die Schmähungen gingen soweit, dass “Salafisten das Kreuz der Kirche mit Müllsäcken bedeckten und den Kirchenangehörigen mitteilten, dass sie im islamischen Staat Tunesien nie wieder ein Kreuz sehen wollten.” Ein weiterer Zwischenfall: ein Moslem drang in eine Kirche ein und überbrachte den Brief von einer islamistischen Partei, der die Aufforderung an den Erzpriester enthielt, zum Islam zu konvertieren oder aber die Kirchenkreuze abzunehmen und die Jizya, also die islamische Unterjochungsabgabe zu bezahlen.

Todesstrafe und Gefängnis wegen “Abfalls vom Glauben” und “Gotteslästerung”
Ägypten: Hier kam es zu zwei Fällen von strafrechtlicher Verurteilung wegen “Blasphemie”: 1) Ein Jugendgericht verurteilte einen koptisch-christlichen Jugendlichen wegen angeblicher “Beleidigung des Islam” zu drei Jahren Gefängnis, da er wenig schmeichelhafte Karikaturen des Propheten Mohammed auf Facebook gepostet hätte. Als der Vorfall bekannt wurde, kam es zu Randalen durch Moslems, die das Haus des Jugendlichen und mindestens fünf weitere christliche Häuser mit Brandsätzen angriffen. 2) Eine ebenfalls über einen Christen wegen “Blasphemie” verhängte sechsjährige Gefängnisstrafe wurde von einem Obergericht bestätigt: Nach ein Moslem dem 49-jährige Angeklagten erkärt hatte, dass Jesus verbotenen Sex mit mindestens zehn Frauen gehabt hätte, hätte der Christ mit der Feststellung entgegnet, dass der Prophet Mohammed mehr als vier Ehefrauen gehabt hätte – eine Aussage, die von islamischen Gelehrten gemeinhin bestätigt wird. Er wurde von der Polizei verhaftet und in einem 10-minütigen “Strafprozess”, bei dem nicht einmal ein Verteidiger anwesend war, von einem Richter wegen “Beleidigung des Propheten” zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt.
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