Rom befürchtet eine Zuspitzung der politischen Situation in Süd-Tirol
Bozen: Die Anzeichen stehen auf Sturm in Europa. Der Prozess der europäischen Freiheitsbewegungen hat nicht nur das Baskenland, Katalonien oder Schottland er-faßt, sondern auch Süd-Tirol. Das Versagen der meist angepassten politischen “Eliten” in Bozen, Rom und Wien dürfte zu einer Verselbständigung der demo-kratischen und friedlichen Szessesionsbewegung in der so genannten ”Auto-nomen Provinz Bozen” führen. Autonomisten, Sezessionisten, Separatisten und Patrioten verfügen bereits über ein internationales Netzwerk. Beidseits der “Brennergrenze” gibt es mittlerweise eine immer stärker anwachsende Gesamt-tiroler Bewegung, die möglicherweise abseits der Regierungen Fakten schaffen könnte, die von den Verfechtern des “Status quo” nicht gewünscht werden: die friedliche Wiedervereinigung von Nord-/Ost- mit Süd-Tirol.
Provokationen der Faschisten und Alpine-Auf-marsch führt zu Beschleunigung der Freiheits-bewegung
In Bozen wird heuer erstmals seit dem formalen Ende des Mussolini-Diktatur der größte Aufmarsch von Faschisten und Alpinitruppen erwartet. Den italienischen Berichten zufolge wollen rund 300.000 bis 400.000 Faschisten und Alpini-Trup-pen die “Italianität” Süd-Tirols unter Beweis stellen. Austragungsort ist mit aus-drücklichlicher Billigung der Stadtverwaltung und der Dunrwalder-SVP die wun-derschöne und ehrwürdigte Süd-Tiroler Landeshauptstadt Bozen. Es darf nicht ver-wundern, dass sich angesichts der fortschreitenden Italianisierung Süd-Tirols und der Südtiroler Volkspartei eine Widerstandsbewegung innerhalb der autochthonen deutschen und ladinischsprachigen Bevölkerung (Stichwort: österreichische Volks-gruppe) ausbreitet. Nicht nur die deutschen Oppositionsparteien in Süd-Tirol ge-winnen rasant an Zulauf, auch im österreichischen Teil Tirols entstehen fortlaufend neue Gruppierungen, die miteinander vernetzen. Die einstige Sammelpartei der Österreicher, die Südtiroler Volkspartei (SVP) bröckelt, Umfragen sehend die Edelweiss-Partei schon deutlich unter 40 Prozent. Ersten Berichten zufolge dürfte es in Bozen, am 24. April 2012, zu einer Großkundgebung der Schützen aus allen Landesteilen Tirols kommen. Im Hinter- grund laufen seitens der Italiener Bemühungen, die Kundgebung der “widerspenstigen Seperatisten” zu verbieten bzw. massiv zu erschweren. [s.k.]






















