London – Das Christentum verträgt nach Auffassung von BBC-Generaldirektor Marc Thompson einen raueren Umgang in den Medien als andere Glaubensrichtungen.
Die christliche Religion besitze als etablierter Teil der kulturellen Landschaft «ziemlich breite Schultern», sagte der Chef des britischen Senders laut «Daily Mail». Andere Glaubensrichtungen seien hingegen mit ethnischen Minderheiten verbunden und müssten daher weitaus sensibler behandelt werden. So werde der Islam «fast gänzlich» von Menschen praktiziert, die sich bereits anderweitig isoliert oder Vorurteilen ausgesetzt fühlten, zitiert ihn die Zeitung. (Welche Drogen nimmt bitte dieser Herr von BBC?)
Für gläubige Muslime hat eine satirische oder herabsetzende Darstellung des Propheten Mohammed nach Thompsons Worten eine vergleichbare Wirkung wie eine kinderpornographische Abbildung. Ein Fehler von Verfechtern des Säkularismus sei, dass sie sich nicht vorstellen könnten, «wie sich Blasphemie für jemanden anfühlt, der ein Realist in seinen Glaubensüberzeugungen ist», so der BBC-Direktor, der sich selbst als gläubigen Katholiken bezeichnet. Man müsse sorgfältig darüber nachdenken, ob etwas, das im Namen der Meinungsfreiheit gesagt werde, auf einen Juden, Sikh, Hindu oder Muslimen nicht bedrohlich oder ausgrenzend wirken könne.
Thompson sagte, die BBC würde nie auch nur erwägen, eine ähnlich satirische Produktion wie «Jerry Springer: The Opera» über Muslime auszustrahlen. Das 2005 gesendete Musical, das christliche Themen aufs Korn nimmt (Jesus wird u.a. als schwul dargestellt -Foto), zog nach Medienberichten mehr als 45.000 Zuschauerproteste nach sich. Viele argumentierten, über den Propheten Mohammed und den Islam hätte es eine solche Show nicht gegeben.
Wenn wir uns die Video-Reportage aus Luton in Erinnerung rufen, dann wissen wir, wie die Insel bereits tickt! Armes Großbritannien!





















