Schon heute bezahlen wir die Rechnung für die verrückten Abenteuer der Euroträumer. Es wird nicht mehr lange dauern bis Portugal und Spanien auch Geld benötigen werden – unser Geld – aus der Europäischen Union, genauso wie Griechenland und Irland zuvor. In diesem Fall wird die Truhe leer sein. Dem neu erschaffenen Europäischen Stabilitätspakt werden ganz einfach die Mittel ausgehen.
Im Verlauf von acht Jahren hat der Euro ein finanzielles Klima erschaffen, dem sowohl die südeuropäischen Länder wie auch Irland nicht widerstehen können. Die Wertermittlungen waren allgemein inflationiert, aber das Gefühl von Wohlstand war eine komplette Illusion.
Allerdings ist Morten Messerschmid nur wenig überrascht. Denn die Politiker haben gelogen, als sie uns erzählten, mit der Einführung des Euros wäre man die lästigen Tauschgebühren los. Sie ‚vergaßen’ uns die Wahrheit zu erzählen und stattdessen versuchten sie, den Dänen das Märchen zu erzählen, dass es keinerlei Möglichkeit gäbe dass wir uns ein Leben außerhalb [des Euros] leisten könnten. Sie haben uns aber nicht gesagt, dass die Euroländer verpflichtet würden ihre Sozial-, Bildungs-, und Arbeitsmarktpolitik zu ‚koordinieren’. Sie haben den europäischen Bürgern nie gesagt, dass der Euro ein politisches Projekt war – und zwar eines aus dem Reich der Phantasie.
Niemand hat uns die Wahrheit gesagt
„Es gab offensichtliche Gründe dafür den Europäern nicht die Wahrheit zu sagen, denn wenn man dies getan hätte, dann wären sie laut schreiend davon gelaufen. Die Situation ist immer noch schlimm genug. Eine Mehrheit der Deutschen möchte immer noch ihre starke Deutsche Mark zurück haben und eine dänische Umfrage zeigte erst kürzlich, dass nur 25,5 Prozent der Dänen sicher sind, dass sie sich zu Gunsten des Euro entscheiden würden wenn Dänemark ein Referendum abhalten würde, um die dänische Krone zu ersetzen. Die meisten Dänen haben schon längst herausgefunden, dass der Euro übel stinkt,“
Aber wie sieht die Zukunft aus? Über welche Mittel müsste die Europäische Union verfügen um ihre krisengeschüttelte Währung zu verteidigen?
„Die Europäische Union verteidigt den Euro mit allem was sie hat, denn das gesamte Projekt der Europäischen Union steht und fällt mit dem Euro. Aus diesem Grund sind sie – unglücklicherweise – darauf vorbereitet beträchtliche Mühen für ihre gemeinsame Währung in Kauf zu nehmen. Einer der Vorteile für die Europäische Kommission ist, dass die Krise eine sehr nützliche Möglichkeit darstellt, um den Griff auf die Mitgliedsstaaten zu verstärken, eine Kontrolle der nationalen Haushalte einzuführen, und eine direkte europäische Steuer einzuführen. Mit anderen Worten, die Europäische Union beabsichtigt Geld direkt aus den Taschen ihrer Bürger zu ziehen. Die Dänen, die ohnehin schon fast 3 Milliarden € pro Jahr bezahlen, sie müssten sogar noch mehr berappen“, sagt Morten Messerschmidt.
Aus dem Tiger wurde eine Katze
Er warnte auch vor sozialen Unruhen, die unweigerlich als eine Folge einer schwereren Krise folgen würden. Die Unruhen in Griechenland führten dazu, dass ein Minister von wütenden Demonstranten geschlagen wurde, Unruhen, die das Land in Wellen erschüttern und die in einem Generalstreik münden wenn alles zum Stillstand kommt. Ähnliche Voraussetzungen existieren in Irland, wo die Bürger wütend über Lohnverluste und die Aushöhlung der Renten- und Pensionszahlungen sind.
„Am Ende ist es immer der normale Bürger der verlieren wird. Es ist der normale Bürger der den Preis für die unverantwortliche Politik der Elite bezahlen wird. In Irland feiern die Banken eine Party weil man Anleihen macht ohne Gleichen in der geschriebenen Geschichte. Jeder spricht über den „keltischen Tiger“, aber in Wirklichkeit hat sich der Tiger heute als kleines, zerknittertes Kätzchen herausgestellt.“
„In Griechenland hat die Regierung ihren Haushalt heftig frisiert, um dem Euroclub beitreten zu können – und als sie dies erreicht hatte, erhielt sie Zugang zum internationalen Kreditmarkt für Anleihen, die komplett ohne jeden Bezug zur ökonomischen Realität in ihrem Land stehen. Der Euro erschuf künstliche und gänzlich unrealistische Bedingungen für Länder, denen kein denkender Mensch jemals einen Euro leihen würde,“ fügt Morten Messerschmidt hinzu.
„Der Frust ist da, kurz unter der Oberfläche. Er ist wie eine Zeitbombe, die die Eurozonenländer nicht mehr verschleiern können, auf Grund der Beschränkungen, die dem Euro inne sind. Dies ist nun der Grund dafür, dass Länder wie Griechenland und Irland nicht dazu in der Lage sind, sich selbst von ihren Problemen zu befreien. Unter normalen Umständen wäre der Wert des irischen Pfunds und der griechischen Drachme in den Keller gefallen und hätte den Export verbessert sowie neue Jobs geschaffen. Aber der Euro hat alle diese Reserven leer laufen lassen. Ich bin tief besorgt dass die sozialen Unruhen außer Kontrolle geraten werden, auch in Ländern wie Spanien und Portugal.
Die Lösung
Die Europäische Union muss der Tatsache ins Gesicht sehen, dass die Tage des Euros zu Ende gehen. Dies bedeutet auch, dass es keinen Sinn mehr macht noch mehr Geld in den Europäische Stabilitätspakt zu stecken. Der Ankauf von anderweitig nicht absetzbaren nationalen Bonds ist ein Fass ohne Boden. Es ist wie Treibsand – je mehr man strampelt, desto tiefer sinkt man in den Morast. Die Schuldenbombe wird ohne Zweifel detonieren und andere, gesunde Ökonomien mit hinunter ziehen, so Morten Messerschmidt.
„An diesem Punkt scheint es nur eine einzige gangbare Lösung zu geben, die so die krisengeschüttelten Länder aus den Fesseln des Euros befreit’. Dies würde einen tiefgreifenden Respekt für den Vertrag darstellen, der die gegenwärtige Rettungspaketpolitik ausdrücklich verbietet. Alle anständigen Volkswirtschaftler haben schon erklärt, dass Griechenland keine Chance hat, seine Schulden zurückzuzahlen. Also benötigen wir neue Lösungen. Es wird nicht einfach sein. Aber auf der anderen Seite werden die Dinge sonst schlimmer werden und wir belügen uns gegenseitig mit Garantien und noch mehr Anleihen. Wir können wählen jetzt vorsichtig den Deckel auf dem Dampfkocher zu lockern – oder darauf zu warten dass er in dramatischer Weise explodiert,“ rundet Morten Messerschmidt ab.
Original: Morten Messerschmidt: Det hele ender med et brag
Dansk Folkeparti 25 Februrar 2011
Von Karsten Holt
Von Liz/EuropeNews aus einer Übersetzung ins Englische von Henrik R. Clausen

















































