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Archiv für Juni 2010

EU will Türkei zurück gewinnen

Die EU-Botschafter beschließen die Eröffnung eines neuen Verhandlungskapitels.
Die EU sendet  ein wichtiges politisches Signal. Angesichts der jüngsten Annäherung Ankaras an den Iran soll das Land wieder für Europa gewonnen werden. Über einen EU-Beitritt Ankaras wird seit 2005 verhandelt, doch das Verfahren war ins Stocken geraten: Von den insgesamt 35 Kapiteln sind erst elf geöffnet, und acht davon liegen wegen des Widerstands von EU-Mitglied Zypern auf Eis.
Dass nun über das nächste Kapitel Lebensmittelsicherheit verhandelt wird, ist ein Prestigeerfolg für Spanien. Madrid hatte sich in seiner am Mittwoch auslaufenden EU-Ratspräsidentschaft vehement für neuen Schwung in den Beitrittsverhandlungen mit Ankara eingesetzt. (typisch Sozialisten!)
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“Die Union will damit die Türkei zurück gewinnen.” Aber die Mehrheit der Europàer bestimmt nicht – wir warten auf die versprochene Volkbefragung!!!

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“Die Burka bedeutet Leid”

“Eine Aufklärung im Islam kann es nur geben, wenn es aufgeklärte Muslime gibt, die das wollen. Im Moment fordern die öffentlichen Vertreter des Islam aber einen rückwärtsgewandten Islam.” Diese Auffassung vertritt eine der bekanntesten Islamkritikerinnen, Necla Kelek.
Im pro-Interview erklärt die Soziologin, warum sie die Vollverschleierung für moderne Sklaverei hält und warum immer mehr Muslime ihr den Tod wünschen.  
Im Islamunterricht an deutschen Schulen lernen Kinder als erstes den Satz “Islam bedeutet Frieden”. Was würden Sie den Kindern als erstes beibringen?
Kelek: Das ist keine richtige Übersetzung. In dem Begriff Islam steckt zwar durchaus so etwas wie Heil oder Friede drin, genau übersetzt bedeutet er aber Hingabe. Wer sich dem Islam unterwirft, erfährt Heil und dadurch Frieden. Das gilt aber nur für jene, die den Islam annehmen und seinen Regeln folgen!
Ganz Europa diskutiert derzeit über ein bestimmtes Merkmal des Islam: Das Kopftuch, beziehungsweise die Burka. Sie sagen, Frauen, die eine Burka tragen “existieren gar nicht als Mensch”.
Kelek: Der Islam ist mehrschichtig. Er ist ein politisches System, ein Ordnungssystem, ein kulturelles System und ein Glaube. Der Islam ist nicht säkular. Ein elementarer Teil der politischen und kulturellen Identität des Islam ist die Trennung der Gesellschaft in Männer und Frauen. Die Frau soll öffentlich nicht auftreten. Tut sie es doch, verschwindet sie hinter einer Burka – sie ist unsichtbar und damit nicht da. Die Öffentlichkeit ist männlich, Privatheit ist weiblich. Die Frau ist Besitz des Mannes. Sie hat dem Mann zu gehorchen, wie sie Gott gehorchen soll.
Kritiker des Burka-Verbots mahnen die Religionsfreiheit an. Ist das Tragen der Burka ein Menschenrecht?
Kelek: Ich finde, die Burka zu tragen hat nichts mit Religion und Religionsfreiheit zu tun. Die Burka ist ein Symbol und es demonstriert Leid. Christen können gerne Kreuze tragen und zeigen, zu welchem Glauben sie sich bekennen. Das ist ja nicht mit Leiden verbunden, wie das Tragen einer Vollverschleierung. Christen geißeln sich ja auch nicht täglich, um an Jesu Leiden zu erinnern.
Wir sprechen die ganze Zeit über die Burka. Wie ist es mit Frauen, die ein Kopftuch tragen?
Kelek: Auch das Kopftuch ist ein Symbol. Nicht jede Frau trägt es freiwillig. In vielen muslimischen Familien ist das Patriarchat noch nicht überwunden, da herrscht keine Demokratie. Ansonsten wäre die Burka für mich auch in Ordnung, jeder soll sich kleiden, wie er möchte. Aber diese Entscheidungsfreiheit haben Frauen im Islam meist nicht. Burka und Kopftuch sind Auswüchse dieser Politik.
Die ganze Debatte über Islamophobie ist doch etwas abgeebbt…
Kelek: Im Gegenteil. Der Konvertit Pierre Vogel, auch bekannt als Abu Hamza, hat erst kürzlich bei einer Veranstaltung in Biblingen gerufen: “Allah, vernichte Necla Kelek!” Das ist so etwas wie eine Fatwa gegen mich. Die Widerstände werden heftiger. Es gibt islamistische Blogs und Internetforen, in denen dieser Aufruf seit Tagen wiederholt wird. Ateş und Hirsi Ali haben genau diese Dinge erlebt und sich deshalb auch zurückgezogen. Es sind nicht mehr viele Frauen übrig, die öffentlich gegen den Islam aufstehen.
Das komplette Interview…..

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Rund 1500 Muslime mit schwarzer Hautfarbe leben in Österreich. Probleme mit Nachbarn kennen sie nicht.
Hier beschwere sich die Nachbarschaft  nicht, sagt Moshood Abas, Generalsekretär des Nigerian Islamic Forums, das das Gebetshaus im Jahr 2003 gründete. „Wir sind schwarz, aber wir sind hier nicht aufgefallen.“ Das liege wohl auch daran, dass die schwarzen Muslime keine allzu große Gruppe seien.
Weniger beschaulich geht es rund um das Islamische Zentrum in der Dammstraße zu, das lediglich fünf Minuten Fußmarsch entfernt ist. Dort hat sich die Bürgerinitiative „Moschee ade“ formiert, die seit Jahren gegen den Ausbau des Zentrums kämpft. Dieser Kampf gelte jedoch weniger dem Islam, meint Abas. Der Ärger richte sich wohl eher gegen die Betreiber, den türkischen Verband Atib.

Die Befürchtungen der Anrainer wie Parkplatznot, Lärmbelästigung und die Entwicklung einer Art Parallelgesellschaft kann er zwar nachvollziehen, „aber mit so einem Tamtam kann man eine Parallelgesellschaft nicht verhindern. Das geht über Dialog, nicht mit Protest.“ (wer erzeugt Tamtam?? die Anrainer, oder der Verein mit bis zu 2.000 Besuchern??)

Ja, es gebe Familien, in denen Töchter oder Frauen gezwungen würden ein Kopftuch oder Burka zu tragen, räumt Moshood Abas ein, aber „abertausende Frauen“ verhüllten sich freiwillig. Ein generelles Verbot von Verschleierungen hält Abas deshalb für Ungleichbehandlung: „Es gibt kein Gesetz, das es Frauen verbietet, sich halb nackt anzuziehen.“ Bauchfrei und mit einem kurzen Rock, „wo der ganze Frauenbereich offen ist“, fügt er kopfschüttelnd hinzu.

Frauen sehe man im Islam nicht als sexuelles Objekt, sondern als etwas Besonderes. Ihre Aufgaben lägen vornehmlich in der Kindererziehung. Arbeiten sei zweitrangig. Was für die einen erzkonservativ klingt, stufen andere als typisch islamisch ein. Letzteres sei das, laut Abas, sicherlich nicht: Es gebe nämlich auch christliche Frauen, die diese Werte haben. „Jetzt wird’s aber Zeit“, sagt er. Das Gebet hat schon begonnen. Er zieht seine Schuhe aus und verschwindet im Gebetsraum. Ganzer Artikel…

Ein zynischer Kommentar aus der selben Quelle:
“… „wo der ganze Frauenbereich offen ist” - Ich finde es auch eine Frechheit das die westliche Welt die Gebräuche und Sitten Saudi Arabiens noch nicht übernommen hat.”

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MAINZ. Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) hat erneut ein kommunales Wahlrecht für in Deutschland lebende Personen aus Nicht-EU-Staaten gefordert.
„Dies wäre ein wichtiger Beitrag, um die Integration aller hier dauerhaft lebenden ausländischen Bürgerinnen und Bürgern zu fördern“, sagte Beck anläßlich eines Treffens mit Vertretern der Arbeitsgemeinschaft für Migration und Integration (AGARP) in Mainz. (siehe Foto – die selbe Forderung auch von den Türken!)
Die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Berlin hatten zuletzt im Jahr 2007 erfolglos versucht, über einen Gesetzantrag im Bundesrat das Grundgesetz entsprechend zu ändern.

1990 hatte das Bundesverfassungsgericht festgestellt, daß das kommunale Ausländerwahlrecht gegen den Artikel 28 des Grundgesetzes verstößt, in dem es heißt: „In den Ländern, Kreisen und Gemeinden muß das Volk eine Vertretung haben.“
Mit dem Begriff „Volk“ sei aber nur das Staatsvolk, also das deutsche Volk, gemeint, hatten die  Richter damals festgestellt. 1992 haben Ausländer aus Mitgliedstaaten der EU durch eine Grundgesetzänderung das kommunale Wahlrecht erhalten. Ganzer Artikel…

Wir brauchen aber nicht mit erhobenen Zeigefinger nach Deutschland zeigen – die JG SPÖ forderte im Februar d.J. das Selbe: Aktives Wahlrecht auf allen Ebenen

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Die “Stammtische” dürfte die SPÖ schon verloren haben – man sieht sich daher um neue “Meinungs-Plattformen” um:

“Wir beauftragen oder bezahlen keine Kampfposter”, sagt Bernhard Herzog vom “Team für Wien” zu etat.at, “wir sehen das einfach als Bekenntnis zu Michael Häupl”. “Praktische Beispiele”, wie man sich als Unterstützer des Wiener Bürgermeisters deklarieren kann, bietet die SPÖ mit ihrem “Team für Wien – Mission 2010″. Neben Tipps wie “über die 24 Stunden-U-Bahn reden” oder Aufforderungen, einfach Infomaterial am Arbeitsplatz oder im Stiegenhaus “liegenzulassen”, findet sich auf der Homepage auch der Punkt “Michael Häupl online erwähnen”.

Es gibt zum Beispiel Leute, die bei uns anrufen und sagen, dass sie nicht raus können, weil sie krank sind”, erklärt Herzog den Hintergrund der Aktion: “Hier präsentieren wir Ideen, wie sie dennoch aktiv werden können”. Als Anleitung zum “Kampfposten” will er die “Tipps” auf keinen Fall verstanden wissen. Man wolle nur Möglichkeiten aufzeigen, so Herzog: “Jeder kann schließlich einen individuellen Beitrag leisten.” Es gehe darum, Überzeugungsarbeit zu leisten: “Foren sind da ein probates Mittel.”
Als “gute Foren zum Promoten” werden orf.at und derStandard.at erwähnt. Zeitpunkt: “Immer” – Erforderliche Personen: “Alleine” – Mindestdauer: “10 Minuten”. Gefunden…

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Ein Staat ohne Legitimation

Von Prof. Dr. Karl Albrecht Schachtschneider in Die Welt 27.3.2008

Nach einem halben Jahrhundert europäischer Integration hat Deutschland gänzlich andere politische Strukturen, als sie das Grundgesetz verfasst hat. Die Republik ist keine Demokratie im freiheitlichen Sinne mehr. Sie ist kein Rechtsstaat mehr, in dem durch Gewaltenteilung und Rechtsschutz die Grundrechte gesichert sind. Sie ist kein Sozialstaat mehr, sondern unselbstständiger Teil einer Region des globalen Kapitalismus. Sie ist auch kein Bundesstaat mehr, weil Bund und Länder ihre existenzielle Staatlichkeit eingebüßt haben.
Die Strukturprinzipien des Grundgesetzes, welche die Integration in die Europäische Union nach dessen Artikel 23 Absatz 1 respektieren muss, sind entwertet. In einer solchen Union darf Deutschland nach seiner Verfassung nicht Mitglied sein.

Demokratie ist die politische Form der allgemeinen Freiheit. Die Gesetze müssen der Wille aller Bürger sein. Wenn sie nicht das Volk unmittelbar durch Abstimmungen beschließt, müssen sie im Parlament (eingebettet in den öffentlichen Diskurs) beraten und beschlossen werden. Die meisten Rechtssätze, die in Deutschland gelten, sind aber von den exekutiven Organen der Union als Richtlinien und Verordnungen beschlossen worden, insbesondere im Wirtschaftsrecht. Das Europäische Parlament hat nur begrenzten Einfluss auf diese Rechtsetzung, vor allem aber ist es kein wirkliches Parlament, das die demokratische Legitimation auch nur stärken könnte. Das Stimmgewicht seiner Wähler weicht krass voneinander ab. Die Rechtsetzung der Union kann nicht von den nationalen Parlamenten verantwortet werden, um dem demokratischen Prinzip zu genügen; denn deren Abgeordnete können die Unionspolitik schlechterdings nicht voraussehen. Das demokratische Defizit der Rechtsetzung der Union ist nicht behebbar.
Die Union hat, wie alle zentralistischen Bürokratien, ihre Befugnisse auf alle wirtschaftlich wichtigen Bereiche ausgedehnt, vielfach entgegen dem Text der Verträge. Das ist vor allem das Werk der Kommission und des Europäischen Gerichtshofs, welche die Verträge nicht etwa eng, wie es das Subsidiaritätsprinzip gebietet, handhaben, sondern denkbar weit, oft ohne Rücksicht auf den Wortlaut, aber im Interesse der Integration. Verschiedentlich haben die Mitgliedsstaaten, die “Herren der Verträge”, Texte nachgereicht, um den “gemeinschaftlichen Besitzstand” zu festigen.
Die Judikatur der unmittelbaren Anwendbarkeit der Grund- oder Marktfreiheiten hat die an sich völkerrechtlichen Pflichten der Mitgliedsstaaten zu subjektiven Rechten der Unternehmen gewandelt, gewissermaßen zu Grundrechten. Das hat die Gemeinschaft der Sache schon nach 1963 zum Staat gemacht, ein Staat freilich ohne legitimierendes Staatsvolk.
Die Mitgliedsstaaten haben sich gegen diesen Umsturz nicht gewehrt, auch nicht deren Gerichte. Seither ist der mächtigste politische Akteur der Europäische Gerichtshof.
Sein Leitbegriff ist das Gemeinschaftsinteresse. Die Mitgliedsstaaten können ihre Interessen nur behaupten, wenn der Gerichtshof diese als zwingend anerkennt. Das tut er fast nie. Diese Judikatur hat die weitreichende Deregulierung erzwungen, auch der Daseinsvorsorge (Energie usw.). Der Wettbewerb soll Effizienz und Wohlstand steigern, wird aber von der Kommission ohne rechtsstaatsgemäßen Maßstab, meist im Kapitalinteresse administriert. Marktmächtige Oligopole sollen weltweit wettbewerbsfähig sein. Das Sozialprinzip hat keine Entfaltungschance mehr. Die Gerechtigkeit soll ausgerechnet der Markt herstellen – ohne soziale Ordnung ein globales Ausbeutungsszenario.

Das Herkunftslandprinzip, vom Gerichtshof entgegen dem Vertrag entwickelt, ist ein wesentlicher Hebel der Entdemokratisierung und Entmachtung der Völker. Die Gesetze aller Mitgliedsstaaten entfalten in allen Mitgliedsstaaten Geltung und Wirkung, im Lebensmittelrecht, im Arbeitsrecht, im Gesellschaftsrecht usw. Die Völker können ihre Politik nicht mehr durchsetzen, vielmehr müssen sie ihre Standards nach unten anpassen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu wahren. Die Handhabung der Niederlassungsfreiheit etwa macht es möglich, der deutschen Unternehmensmitbestimmung auszuweichen.
Der Gerichtshof hat die ausschließliche Zuständigkeit der Gemeinschaft dekretiert, Abkommen mit dritten Staaten über den Handel mit Waren und Dienstleistungen zu schließen. Nach dem Vertrag sollte die Gemeinschaft lediglich “einheitliche Grundsätze” der “gemeinsamen Handelspolitik” gestalten. Die Folgen sind verheerend. Handelspolitik kann nicht allein dem Freihandel oder allein der Protektion verpflichtet sein. Sie muss der Lage einer Volkswirtschaft gerecht werden. Die Zuständigkeitspolitik der Union macht die Völker gegenüber der Globalisierung wehrlos.
Hinzu kommt die grenzenlose Kapitalverkehrsfreiheit, welche seit 1994 gilt. Sie ermöglicht im Verbund mit den Verträgen der Welthandelsordnung den rücksichtslosen Standortwechsel der Unternehmen in Billiglohnregionen und damit den Verlust von Arbeitsplätzen und des erwirtschafteten Kapitals, das woanders investiert wird.
Die wettbewerbsverzerrende Währungsunion nimmt zudem den Euroländern die Hoheit über die Auf- oder Abwertung ihres Geldes, durch welche sie sich leistungsgerecht am Binnen- und am Weltmarkt behaupten könnten. Im Übrigen leistet Deutschland erheblichen finanziellen Transfer in die Euroinflationsländer, denen wiederum durch die notwendig undifferenzierte
Währungspolitik der Europäischen Zentralbank die Wettbewerbsfähigkeit verloren geht.
Die Gewaltenteilung, welche gegen die übermäßige Machtentfaltung der Exekutive gerichtet ist, ist im Unionsstaat nicht verfasst, wenngleich der Vielheit der Mitgliedsstaaten gewisse machthemmende Wirkungen nicht abgesprochen werden können. Die eigentliche Macht haben außer den Staats- und Regierungschefs die Kommission und der Gerichtshof, beide ohne demokratische Legitimation. Im Gerichtshof judizieren Richter, von denen allenfalls einer eine mehr als schmale Legitimation aus seinem Land hat. Diese mächtigen und hoch bezahlten Richter werden ausgerechnet im Einvernehmen der Regierungen ernannt, auch nur für sechs Jahre, aber mit der Möglichkeit der Wiederernennung. Das schafft keine Unabhängigkeit. Einen größeren Tort [Kränkung, Unbill] kann man dem Rechtsstaat kaum antun, zumal diese Richter alle rechtlichen Grundsatzfragen für etwa 500 Millionen Menschen entscheiden. Der Grundrechteschutz leidet schwere Not, seitdem die Gemeinschaftsordnung unser Leben weitestgehend bestimmt. Seit seinem Bestehen hat der Gerichtshof, der, gedrängt vom Bundesverfassungsgericht, die Grundrechteverantwortung an sich gezogen hat, nicht ein einziges Mal einen Rechtssatz der Gemeinschaft als grundrechtswidrig erkannt.
Der Verfassungsvertrag, der in Frankreich und in den Niederlanden gescheitert ist, den die Bundeskanzlerin als Ratspräsidentin aber wieder beleben will, hat den Wechsel der Union von der völkerrechtlichen Organisation, dem Staatenverbund, zum Bundesstaat mit fast allen existenziellen Staatsbefugnissen auch textlich vollzogen. Er benutzt die Sprache des Staatsrechts, nicht mehr die des Völkerrechts. Freilich wird die demokratische Legitimation, die nur ein existenzieller Staat, nämlich ein Staatsvolk, einer solchen Staatsgewalt geben könnte, nicht gestärkt, weil es das Volk “Europas” nicht gibt. Ohne Referenden aller beteiligten Völker kann ein europäisches Volk nicht entstehen. Diese Referenden aber fürchtet die “Elite” der Parteipolitiker, welche die Union führt, mehr denn je. Der Vertrag hat die Kompetenz-Kompetenzen der Union noch über die geltenden Generalklauseln hinaus ausgeweitet. Die Staats- und Regierungschefs können gar im vereinfachten Änderungsverfahren durch
Europäischen Beschluss die Verfassung der “internen Politikbereiche” ganz oder zum Teil ändern, ohne dass der Bundestag und der Bundesrat zustimmen müssten. Betroffen wären die gesamte Wirtschafts-, Währungs- und Sozialpolitik, aber auch der “Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts”. Das ist der Versuch eines neuen Ermächtigungsgesetzes. Dass der Vertrag “in Kriegszeiten oder bei unmittelbarer Kriegsgefahr”, aber auch, um “einen Aufruhr oder einen Aufstand rechtmäßig niederzuschlagen”, die Todesstrafe wieder ermöglicht, ist kaum bekannt. Sonst hätten unsere Abgeordneten sicher nicht mit Begeisterung zugestimmt.
Wer das Recht verteidigen will, muss aus der Union ausscheiden.
Das gäbe die Chance, durch neue Vereinbarungen eine Rechtsgemeinschaft zu begründen, ein europäisches Europa.

Der Autor ist Professor für Öffentliches Recht an der Universität Nürnberg-Erlangen

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WIEN VERÄNDERT SICH…

Triester Straße, 10. Bezirk

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Unser Land in guter Erinnerung

Eine Politikerin hat konkrete Pläne für die Erbauung eines Gebäudekomplexes, in dem bis zu 220 Personen Platz haben, vorgelegt. Bis zu 20 Personen sollen in einer Wohneinheit untergebracht werden und möglichst viel Bewegungsfreiheit haben. Begrünte Innenhöfe und angelegte Terrassen sind geplant, denn die  Bewohner sollen sich ja wohlfühlen.  Die begrünten Innenhöfe sollen  Natur pur wiederspiegeln. Der Gebäudekomplex soll schlappe 20 Millionen Euro kosten.

Ein Architekturwettbewerb wurde ausgeschrieben und der Gewinner stand auch bald fest. Von einer achtköpfigen Jury, der auch der Bürgermeister des Ortes angehörte, wurde das „Architektenbüro SUE Architekten“ unter 42 Einreichungen ausgewählt und mit dem Projekt beauftragt. Baubeginn soll der Jahreswechsel sein.

Wird es eine Jugendherberge? – Schön dass österreichische Politiker(innen) soviel Herz für die Jugend oder Pensionisten haben dachten wir,  denn die Ausschreibungsbedingungen wären für eine Jugendherberge oder Seniorenheim perfekt gewesen. Allerdings wäre es zu schön um wahr zu sein, wenn eine derartige Anlage für die Jugend oder Pensionisten geplant gewesen wäre. Bei der Eingangs angeführten Politikerin handelt es sich um die Innenministerin Maria Fekter.

Der großzügig angelegte Wohnkomplex um 20  Millionen Euros ist keine Jugendherberge oder Seniorenheim, sondern ein Gefängnis. Genau gesagt handelt es sich um das Schubhaftzentrum in Vordernberg (Stmk).   

Es ist doch erstaunlich, dass in Zeiten in denen überall der Sparstift angesetzt wird, ein Luxusgefängnis für Schubhäftlinge errichtet wird. Offensichtlich scheint in Vergessenheit geraten zu sein, dass die zukünftigen Insassen unter Vorspiegelung falscher Tatsachen nach Österreich gekommen sind, um hier um Asyl anzusuchen.

Belohnung statt Strafe?- Gerade wegen solcher Personen geraten Asylwerber, die wirklich eine sichere Zuflucht benötigen, in Misskredit.  Personen die unter dem  Vorwand der Verfolgung illegal nach Österreich einreisen, nur um es sich hier wirtschaftlich zu verbessern und/oder  hier noch unter Umständen gegen das Strafrecht verstoßen, sind Kriminelle.
Warum soll sich Österreich kriminelle Ausländer behalten? Es ist daher die logische Konsequenz, diese Leute wieder in ihr Heimatland zurück zu schicken. Sie sollen wissen, dass Rechtsbruch hierzulande mit Gefängnis bestraft wird.

Dass Gefängnisinsassen eine menschliche Behandlung zusteht ist selbstverständlich, aber es sollte schon ein jeder wissen, dass ein Gefängnisaufenthalt kein Wellnessurlaub ist.
Daher finden wir die Worte des Vordernberger Bürgermeister Walter Hubner (SPÖ) im höchsten Maße erstaunlich. Dieser lobte nämlich, dass das Schubhaftzentrum durch seine offene Architektur kein Gefängnis im herkömmlichen Sinn sein soll und sich die Abzuschiebenden während ihrer letzten Tage in Österreich wohlfühlen  und unser Land in guter  Erinnerung behalten sollen.

Offensichtlich ist dem Vordernberger Bürgermeister nicht klar, was ein Gefängnisaufenthalt bewirken soll. Er soll außer der Strafverbüßung davor abschrecken, kriminelle Taten zu wiederholen. Er sollte auf gar keinen Fall in guter Erinnerung bleiben.

Neuer Tourismuszweig – Da werden die Abgeschobenen nicht lange in ihren Heimatländern verweilen, sondern so rasch wie möglich wieder nach Österreich kommen. Vielleicht nehmen sie noch Verwandte oder Freunde mit. Denn was gibt es denn Schöneres, als in ein Land zu reisen an das man gute Erinnerungen hat. Vielleicht entstehen in den betreffenden Ländern eigene Reiseagenturen, die einen Urlaub in der schönen Steiermark, im Hotel Vordernberg anbieten.  Gefunden hier…

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Die Grünen dokumentieren mit einer neuen Website Rechtsextremismus in Österreich. Unter www.stopptdierechten.at sollen auch Verbindungen einzelner FPÖ-Funktionäre zu neonazistischen Plattformen aufgezeigt werden. Der grüne Abgeordnete Öllinger kritisierte bei der Vorstellung der Seite auch den heimischen Verfassungsschutz. Dieser verharmlose rechtsextreme Aktivitäten.

Ein Kommentar aus dem (linken) Standard zu dieser grünen, einseitigen Webseite:
21.06.2010 17:30 -  Kommen die ultranationalistischen Türkendemos der vergangenen Wochen, an denen u.a. die rechtsextremistischen “Grauen Wölfe” teilgenommen haben, auch auf die Seite? Immerhin gab es dabei unverhüllte Huldigungen des “Größten Führers aller Zeiten”. Und was ist mit Politikern der Linken (v.a. einer von der SPÖ), die bei diesen Veranstaltungen mit aufreizenden Parolen in Erscheinung traten?

Linksextremismus “juckt” anscheinden die Grünen überhaupt nicht, obwohl soeben der deutsche Verfassungschutz Alarm schlägt: Linksextremisten fordern Deutschland heraus…In der linken Szene nimmt die Gewaltbereitschaft dramatisch zu – 2009 gab es rund 60 Prozent mehr Gewalttaten von Linksextremisten als im Vorjahr! Siehe
ganzen Artikel….

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Mal etwas zum Schmunzeln…

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Ein 40-jähriger Mann teilt mit, dass sich während der Fußball-EM in Wien ein Auto voller junger Burschen mit türkischen Fahnen am Fenster in gefährlicher Weise vor ihm hineingedrängt habe. Als er bei der nächsten roten Ampel neben ihnen zu stehen kam und sie zurechtwies, sprang einer blitzschnell aus dem Fahrzeug und ohrfeigte ihn durchs offene Autofenster.

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In der pakistanischen Krisenregion  sind Islamisten aus Deutschland in den vergangenen Monaten offenbar massiv unter Druck geraten. Bei der Auswertung von E-Mails, Internet-Chats und abgehörten Telefonaten hätten Geheimdienste eine zunehmende Angst und Resignation unter deutschen Extremisten (über 40) in der Grenzregion zu Afghanistan festgestellt, berichtete das Magazin „Focus“ am Samstag vorab. Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) bereitet derzeit ein Aussteigerprogramm für Islamisten vor. Einer der Radikalen ist dem Bericht zufolge der in Pakistan festgenommene Rami M.. In Telefonaten mit Hamburger Glaubensbrüdern, deren Wohnungen vor kurzem durchsucht wurden, habe M. über seine ausweglose Lage geklagt. Ein hochrangiger Sicherheitsbeamter sagte dem Magazin: „Pakistan ist für M. und andere Dschihadisten inzwischen sehr unsicher geworden.“ (APA/Reuters)

Wo befindet sich nun das Paradies??? Gefallen im “heiligen Krieg” oder im toleranten Europa vielleicht als Sozialhilfeempfänger?

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TV-Tip – “Die Angstmacher”

+++update+++ Wer die gestrige Sendung versäumt hat – hier der Link zur ORF-TVthek….

Da auch  ORF-Mitarbeiter unseren Blog besuchen und Herr Moschitz sich in der Sendung für  Koranverse mit Gewaltaufrufen interessierte, jedoch Herrn Hubac keine Zeit boten welche zu zitieren – holen wir es hiermit nach:

Vers 2.191: “Und tötet sie, wo (immer) ihr sie zu fassen bekommt, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben! Der Versuch (Gläubige zum Abfall vom Islam) zu verführen ist schlimmer als Töten. Jedoch kämpft nicht bei der heiligen Kultstätte (von Mekka) gegen sie, solange sie nicht (ihrerseits) dort gegen euch kämpfen! Aber wenn sie (dort) gegen euch kämpfen dann tötet sie! Derart ist der Lohn der Ungläubigen.”

Vers 2.193: “Und kämpft gegen sie, bis niemand (mehr) versucht, (Gläubige zum Abfall vom Islam) zu verführen, und bis nur noch Allah verehrt wird! Wenn sie jedoch (mit ihrem gottlosen Treiben) aufhören (und sich bekehren), darf es keine Übertretung geben, es sei denn gegen die Frevler.” (Anmerkung: Vers 8.39 ist nahezu ident!)

Vers 2.216: “Euch ist vorgeschrieben, (gegen die Ungläubigen) zu kämpfen, obwohl es euch zuwider ist. Aber vielleicht ist euch etwas zuwider, während es gut für euch ist, und vielleicht liebt ihr etwas, während es schlecht für euch ist. Allah weiß Bescheid, ihr aber nicht.”

Vers 2.218: “Diejenigen (aber), die glauben, und diejenigen, die ausgewandert sind und um Allahs willen Krieg geführt haben, dürfen auf die Barmherzigkeit Allahs hoffen. Allah ist barmherzig und bereit zu vergeben.”

Vers 5.38: “Wenn ein Mann oder eine Frau einen Diebstahl begangen hat, dann haut ihnen die Hand ab! (Das geschehe ihnen) zum Lohn für das, was sie begangen haben, und als anschreckende Strafe (nakaal) von Seiten Allahs. Allah ist mächtig und weise.”

Vers 9.5: “Und wenn die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Götzendiener, wo immer ihr sie findet, und ergreift sie und belagert sie und lauert ihnen aus jedem Hinterhalt auf. Wenn sie aber bereuen und das Gebet verrichten und die Zakah entrichten, dann gebt ihnen den Weg frei. Wahrlich, Allah ist Allvergebend, Barmherzig”

Vers 9.41: “Zieht aus, leicht und schwer, und kämpft mit eurem Gut und mit eurem Blut für Allahs Sache! Das ist besser für euch, wenn ihr es nur wüsstet”

Vers 9.111: Allah hat von den Gläubigen ihr Leben und ihr Gut für das Paradies erkauft: Sie kämpfen für Allahs Sache, sie töten und werden getötet; eine Verheißung – bindend für Ihn – in der Thora und im Evangelium und im Quran. Und wer hält seine Verheißung getreuer als Allah? So freut euch eures Handels, den ihr mit Ihm abgeschlossen habt; denn dies ist wahrlich die große Glückseligkeit.

Vers 9.123: “Ihr Gläubigen! Kämpft gegen diejenigen von den Ungläubigen, die euch nahe sind! Sie sollen merken, dass ihr hart sein könnt. Ihr müsst wissen, dass Allah mit denen ist, die (ihn) fürchten.”

Vers 47.8: “Die aber ungläubig sind – nieder mit ihnen! Er lässt ihre Werke fehlgehen.”

***update*** -
Einen kleinen Teilerfolg konnte die BI Rappgasse verbuchen! Inzwischen ist man darauf gekommen, dass in besagter Moschee/Islam-Zentrum ohne behördliche Genehmigung Freitagsgebete abgehalten wurden. Bernhard Gutternigh vom Bauamt: “Jetzt ist für 3 Monate Schluss mit beten, in dieser Zeit dürfen dort keine Veranstaltungen stattfinden!!!
Der Großteil der Medien verschweigt dies, auch in einer aktuellen Presseaussendung vom BV Lehner (SPÖ) wird davon nichts erwähnt – siehe:
“Sachliche Debatte…”
Einerseits will man die türkischen Wählerstimmen nicht vergraulen, anderseits will man dieses Thema im Wahlkampf vom Tisch – in 3 Monaten ist die Wien-Wahl!?!

Heute 21.15 Uhr ORF2, Am Schauplatz
“Die Angstmacher”

Bisher sind Österreicher und Türken im Wiener Gemeindebezirk Floridsdorf problemlos miteinander ausgekommen. Doch seit kurzem scheint ein Bauprojekt zwischen den beiden Gruppen zu stehen. Und weil gerade Wiener Wahlkampf ist, wird der Nachbarschaftskonflikt zu einem regelrechten Kulturkampf hochstilisiert.

Angst vor dem Fremden.
….. so nennt es der ORF!!!
Eine Reportage von Julia Kovarik und Ed Moschitz. (Er ist uns bekannt mit den beiden “bezahlten” Neonazis auf einer FPÖ-Wahlveranstaltung)
Der Titel “Die Angstmacher” – (also die Österreicher sind die “Bösen”) lässt nichts Gutes und Objektives für diese Reportage erwarten!

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“Quer durch Europa gibt es einen Aufbruch rechtsdemokratischer Parteien”, betonte der FPÖ-EU-Abgeordnete Andreas Mölzer bei einer Pressekonferenz mit FPÖ-Chef HC Strache heute in Wien. Dieser forderte wiederum erneut einen Ausschluss der am stärksten wirtschaftlich unter Druck stehenden Länder aus der Eurozone.
Mölzer verwies auf die Wahlerfolge von “rechtspopulistischen”  Parteien etwa in den Niederlanden, Italien, Ungarn, Frankreich und England in den vergangenen Jahren. Die rechten Parteien würden zukünftig einen “großen politischen Faktor” in Europa darstellen, war sich Mölzer sicher. Er strich in diesem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit der FPÖ mit mehreren Rechtsparteien in Europäischen Parlament hervor.

Die Freiheitlichen haben laut Mölzer “ausgezeichnete Kontakte zu patriotischen Parteien, die entweder der ECR- (Konservative und Reformisten, Anm.) oder der EFD-Fraktion (Freiheit und Demokratie, Anm.) angehören. Aber ein Beitritt zu einer der beiden Fraktionen kommt für die FPÖ derzeit nicht infrage”. Ein Beitritt zur ECR-Fraktion wäre “ein Weg, der nicht gangbar ist”, denn dort sei auch eine tschechische Partei (ODS) vertreten, “mit der in der Frage der menschen- und völkerrechtswidrigen Benes-Dekrete kein Konsens zu erzielen ist”. Die von rechtspopulistischen und europaskeptischen Parteien gebildete EDF-Fraktion sei wiederum “schwierig für uns, weil die UK Independence Party einen Kurs fährt, der Europa-destruktiv ist”, begründete Mölzer die Tatsache, dass die FPÖ-Delegation im Europäischen Parlament derzeit keiner Fraktion angehört. Ganzer Artikel…

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