(eine Reportage von ESW)
Anfang Mai fand in Wien (Schloss Neuwaldegg) eine – bedauerlicherweise von der Öffentlichkeit völlig ferngehaltene – hochkarätig besetzte Konferenz zum Thema „Die Zukunft Europas und die Islam-Frage” statt. Laut Veranstalter nahmen an der Konferenz Politiker, Religionsführer, Akademiker und Journalisten teil, wobei die Anzahl ersterer und letzterer äußerst überschaubar war. Auch dies war und ist zu bedauern, da das Thema doch sehr brisant ist; ein Blick in die Tageszeitungen genügt als Bestätigung. Das Publikum bestand ausschließlich aus jungen Menschen aus Osteuropa, Österreicher waren keine dabei.
Die Ankündigung verriet weiters die Ziele:
Der Integrationsprozess des Islam in der europäischen Kultur ist einer der Hauptaspekte des Forums, das vom Educational Initiative for Central and Eastern Europe (EICEE) in Zusammenarbeit mit dem Hudson Institute und „Kairos Journal“ veranstaltet[e]. Das Vienna Forum 2010 [ließ] – als Fortsetzung des höchst erfolgreichen Vienna Forums 2008 - ebenso spannende wie ergiebige Vorträge und Diskussionen erwarten.
In den zahlreichen Workshops des dreitägigen Forums [standen] Themen wie demokratische Defizite Europas und die Entwicklung des Islam im Westen auf der Tagesordnung. Eine der Expertenrunden beleuchtet[e] die Rolle der jüdisch-christlichen Tradition des Westens und stellt auch die Frage: Was wird Europa letztlich zusammenhalten?
Die Antwort darauf konnte nicht gegeben werden, jedoch konnte Einigkeit erzielt werden, daß ein massives Wiederaufleben der jüdisch-christlichen Tradition einer der wesentlichen Punkte der Rettung sein müßte. „Müßte“, weil die Wächter der neuen Religion namens „Europäische Union“ in keiner Weise daran interessiert sind, sondern alles daran setzen, alles Jüdisch-Christliche aus Europa zu verbannen. Einzig der Islam ist willkommen, da er in Form der islamischen, ölreichen Staaten, d.h. laut der Eurabia-These dafür sorgt, daß Europa keine Öl- und damit Energie-Krise fürchten muß.
Die Liste der Vortragenden, die großteils gut und auf sehr hohem wissenschaftlichen Niveau referierten, findet sich auf der oben verlinkten Website. Besonders erwähnt werden sollen und müssen jedoch drei Teilnehmer, die dem deutschsprachigen Leser vielleicht noch nicht ganz so bekannt ist:
Bat Ye’or, die großartige Wissenschaftlerin, die den Begriff „Eurabia“ geprägt hat. Wikipedia schreibt folgendes über sie:
Ihr wissenschaftliches Spezialgebiet ist die Geschichte und aktuelle Situation nicht-muslimischer Minderheiten, speziell die von Christen und Juden, unter islamischer Herrschaft. Sie arbeitet in einer ganzen Reihe von Büchern und Aufsätzen die Merkmale der Dhimmitude heraus: Darunter versteht man die sozialen Beziehungen zwischen Muslimen und Nichtmuslimen unter den Prämissen der Dhimma, des von der Scharia vorgeschriebenen „Schutzvertrages“. Diese Verhältnisse sind laut Bat Ye’or durch die systematische Diskriminierung der „Kuffar“ (arab.: Nichtmuslime, Ungläubige) geprägt. Der Druck, dem sie jahrhundertelang ausgesetzt waren, dies die These von „Der Niedergang des orientalischen Christentums unter dem Islam“, führte dazu, dass das Christentum in seinen früheren Kerngebieten Nordafrika, Kleinasien und dem Nahen Osten, zur Randerscheinung verkam, und dass seine Anhänger auch heute noch in einer Situation permanenter Diskriminierung und latenter Bedrohung leben.
Bat Ye’ors zweites großes Thema sind ihre Thesen zum politischen Begriff Eurabia. Sie entwickelt in „Eurabia: The Euro-Arab Axis“ die These, die politischen Eliten der Europäischen Union arbeiteten spätestens seit 1973 systematisch auf die Verschmelzung Europas mit der arabischen Welt hin und nähmen dabei die Islamisierung Europas, nicht zuletzt auch die Vernichtung Israels, zumindest billigend in Kauf.
Was Wikipedia interessanterweise verschweigt, ist, daß sie in wissenschaftlichen Kreisen sowohl in Europa als auch in den USA völlig ignoriert, ja sogar negiert wird. Ihre Eurabia-These, der sogenannte Euro-Arabische Dialog, wird sogar als Verschwörungstheorie gesehen, obwohl es genügend Beweise gibt.


































